Suchmaschinenoptimierung ist heute wichtiger denn je, wenn Sie Ihre Website als erfolgreiches Marketing-Tool einsetzen möchten.

Diese Seite richtet sich an alle TYPO3-Nutzer, die ihre eigene oder betreute Website in den Google-Suchergebnissen (SERPs) möglichst weit nach oben bringen möchten. Sie dient als Leitfaden, um die Sichtbarkeit zu erhöhen, relevante Zielgruppen auf Ihre Website zu lenken und diese im Idealfall als neue Kunden zu gewinnen.

TYPO3 und SEO – funktioniert das überhaupt?

Vor einigen Jahren wurde oft gesagt, dass WordPress für Websites mit starkem SEO-Fokus das bessere CMS sei. Tatsächlich war und ist es teilweise noch so, dass dort eine größere Auswahl an Tools zur Verfügung steht, um Schwächen zu identifizieren, zu beheben und SEO strategisch umzusetzen.

Inzwischen bietet jedoch auch TYPO3 zahlreiche Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung. Für das Content-Management-System stehen verschiedene Extensions zur Verfügung, wie beispielsweise das bekannte Yoast SEO, die dabei unterstützen, Websites gezielt für Suchmaschinen zu optimieren. In diesem Artikel stellen wir Ihnen ausgewählte Tools vor, die wir selbst im Einsatz haben und mit denen wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

SEO, SEA, SEM, CTR, KPI, OnPage-Optimierung, Backlinks …

Bevor wir in die Details einsteigen, möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick zum Thema Suchmaschinenoptimierung geben. Diese Anleitung dient in erster Linie dazu, grundlegende Ansätze und ein bewährtes Vorgehen kennenzulernen, um die eigene Website gezielt zu verbessern.

Gleichzeitig kann dieser Artikel nur eine fundierte TYPO3 SEO Übersicht bieten, da das Thema sehr umfangreich ist und schnell in die Tiefe geht. Je nach Wettbewerbsumfeld und Anspruch kann es daher sinnvoll sein, erfahrene SEO-Experten hinzuzuziehen. SINEOS unterstützt Sie dabei gerne. Nehmen Sie bei Fragen jederzeit Kontakt mit uns auf.

Welche SEO-Bereiche gibt es?

Keywording, technisches SEO, OnPage-Optimierung, OffPage-Optimierung, Informationsarchitektur, Content-Marketing, Mobile SEO, SEO-KPIs

Diese Bereiche müssen für nachhaltigen Erfolg optimal zusammenspielen. Dabei ist es unerheblich, ob Sie TYPO3, Contao oder WordPress einsetzen – entscheidend sind die richtigen Strategien und Werkzeuge. Lediglich die verfügbaren Tools können sich je nach System unterscheiden.

Schritt 1: die Keyword Suche

Bevor wir mit der Arbeit in TYPO3 beginnen, sollten zunächst passende Keywords für die jeweilige Seite oder das Produkt definiert werden. Dabei ist entscheidend, sich in die Zielgruppe hineinzuversetzen: Nach welchen Begriffen wird gesucht und welche Suchanfragen könnten potenzielle Nutzer bei Google eingeben?

Die ermittelten Keywords spielen insbesondere in Schritt 2 und 4 eine wichtige Rolle.

Keyword-Recherche: Tipps und Tools

  1. Geben Sie selbst Suchbegriffe bei Google ein, die Sie nutzen würden, um nach Informationen, Dienstleistungen oder Produkten zu suchen. Analysieren Sie, welche Websites auf den vorderen Plätzen erscheinen und welche Begriffe dort verwendet werden.
  2. Nutzen Sie Tools wie Google Trends oder den Google Keyword Planner. Für den Zugriff benötigen Sie lediglich ein Google-Konto. Der Keyword Planner ist allerdings erst vollständig nutzbar, wenn auch Suchanzeigen geschaltet werden.
  3. Weitere hilfreiche Tools sind beispielsweise Keywordshitter oder AnswerThePublic.
  4. Alternativ können Sie sich bei Anbietern wie ahrefs oder Sistrix für eine Testphase registrieren und so Zugriff auf professionelle SEO-Tools erhalten, die viele Funktionen gebündelt anbieten.
  5. Ein wichtiger Faktor ist der sogenannte Keyword Value. Für den deutschsprachigen Raum nutzen wir hierfür bevorzugt den Keyword Finder, da dieser aus unserer Sicht präzisere Ergebnisse liefert als ahrefs. Der Keyword Value zeigt, wie schwierig es ist, für ein bestimmtes Keyword zu ranken. Ein Wert von 10 ist in der Regel gut erreichbar, während Werte ab etwa 35 deutlich anspruchsvoller sind. Hier sollte geprüft werden, ob die notwendigen Ressourcen und Budgets vorhanden sind oder ob eine alternative Strategie sinnvoller ist.
  6. Auch das Suchvolumen spielt eine wichtige Rolle. Hohe monatliche Suchvolumen wirken zunächst attraktiv, sind jedoch häufig stark umkämpft, wie zum Beispiel bei generischen Begriffen wie „Internetagentur TYPO3“. Long-Tail-Keywords können hier eine sinnvolle Alternative sein, da sie spezifischer sind und oft eine höhere Conversion-Wahrscheinlichkeit bieten.

Schritt 2: Die OnPage Analyse und Optimierung

Die OnPage-Optimierung ist essenziell, wenn Sie mit Ihrer TYPO3 Website auf den vorderen Plätzen ranken möchten. Häufig lassen sich hier sogenannte Low Hanging Fruits identifizieren, also Maßnahmen, die mit geringem Aufwand eine große Wirkung erzielen. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Punkte und Quick Wins für Sie zusammengefasst.

Technisches SEO - Performance der TYPO3 Website steigern

Niemand nutzt gerne langsame Websites, die lange Ladezeiten haben. Je länger ein Besucher warten muss, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er die Seite wieder verlässt, ohne sich mit den Inhalten zu beschäftigen. Trotz zunehmend schneller Internetverbindungen ist eine stabile und schnelle Verbindung nicht überall gegeben, insbesondere im mobilen Bereich.

  1. Analysieren Sie daher regelmäßig Ihre Website. Kostenlose Tools wie Google PageSpeed Insights, Lighthouse in den Chrome DevTools, Screaming Frog (in der kostenlosen Version), Seitwert oder Ryte liefern wertvolle Hinweise. So lassen sich Schwachstellen wie zu große Bilder, blockierendes JavaScript oder fehlerhafte Links schnell identifizieren.
  2. Google PageSpeed gibt konkrete Handlungsempfehlungen zur Optimierung. Technische Anpassungen müssen anschließend direkt in TYPO3 umgesetzt werden. Dazu zählen beispielsweise Lazy Loading für Bilder, die Nutzung von WebP, das asynchrone Laden von JavaScript im Footer sowie korrekt konfigurierte Caching-Mechanismen.
  3. Broken Links können seit TYPO3 Version 9.5 über das interne Redirect-Modul behoben werden. Werden beispielsweise über Tools wie Screaming Frog 404-Fehler erkannt, sollten entsprechende Weiterleitungen auf die neue Ziel-URL eingerichtet werden.
  4. Achten Sie außerdem darauf, eine Property in der Google Search Console anzulegen und dort Ihre Sitemap zu hinterlegen. Auch die robots.txt sollte korrekt konfiguriert sein, damit keine relevanten Seiten ausgeschlossen werden.

OnPage SEO - verwendung der Keywords in der URL, Title und Überschriften

Ein zentraler Bestandteil der OnPage-Optimierung ist die gezielte Verwendung der definierten Keywords. Für TYPO3 empfehlen wir die Nutzung der Extension Yoast SEO. Hier können Fokus-Keywords hinterlegt sowie Titel und Meta-Beschreibungen direkt optimiert und in einer Vorschau dargestellt werden.

  1. Installieren Sie Yoast und binden Sie ab TYPO3 Version 9.5 zusätzlich das integrierte SEO-Modul ein, das automatisch eine Sitemap generiert.
  2. Beim Anlegen oder Optimieren von Seiten sollten Sie darauf achten, dass das Haupt-Keyword in der URL enthalten ist. Falls notwendig, kann ein alternativer Navigationstitel vergeben werden, damit die Menüführung weiterhin benutzerfreundlich bleibt.
  3. Hinterlegen Sie das Fokus-Keyword im SEO-Tab der Seiteneigenschaften und formulieren Sie einen aussagekräftigen Meta-Title sowie eine passende Description. Das Keyword sollte im Title enthalten sein, in der Description ist es optional. Diese dient vor allem dazu, Nutzer zum Klicken zu motivieren.
  4. Der gezielte Einsatz von Emojis kann zusätzlich Aufmerksamkeit in den Suchergebnissen erzeugen.
  5. Ein oft unterschätzter Punkt ist das Alt-Attribut von Bildern. Dieses sollte stets gepflegt werden, da es ebenfalls einen kleinen Beitrag zum Ranking leistet und zusätzlich die Barrierefreiheit verbessert.

Schritt 3: Mitbewerber Analyse

Die Analyse von Mitbewerbern ist im SEO ein zentraler Bestandteil. Websites, die für relevante Keywords auf den ersten fünf Positionen ranken, dienen als Benchmark. Ohne eine fundierte Auswertung dieser Seiten lässt sich nur schwer ableiten, welche Optimierungen auf der eigenen Website notwendig sind. Folgende Punkte sollten bei der Konkurrenzanalyse berücksichtigt werden:

  • Einschätzung des allgemeinen Rankings der jeweiligen Website. Hierbei unterstützen Tools wie Seitwert, ahrefs, SEMrush und weitere SEO-Tools.
  • Analyse des Backlinkprofils, das eine wichtige Rolle in der OffPage-Optimierung spielt. Untersuchen Sie, von welchen Seiten Mitbewerber ihre Backlinks erhalten und wie hoch deren Domain Rating ist. Backlinks von sehr schwachen Domains, beispielsweise mit einem Wert unter 10 bei ahrefs, können sich negativ auf das eigene Ranking auswirken.
  • Identifikation der Keywords, für die die Konkurrenz rankt, sowie Analyse der Top-10 Suchergebnisse für diese Begriffe.
  • Inhaltsanalyse der bestplatzierten Seiten. Welche Inhalte werden angeboten, wie gut wird der User Intent erfüllt und welche Formate werden genutzt, etwa Videos, Grafiken oder weiterführende Inhalte.
  • Prüfung, ob Mitbewerber zusätzlich auf bezahlte Anzeigen setzen, beispielsweise Google Ads für Keywords wie „TYPO3 SEO“.

Wenn diese und weitere Faktoren sorgfältig analysiert wurden, können Sie darauf aufbauend Ihre eigene Content-Strategie gezielt weiterentwickeln, wie im nächsten Schritt beschrieben.

Schritt 4: die SEO Content Strategie

Nachdem die OnPage-Optimierung und die Konkurrenzanalyse durchgeführt wurden, geht es im nächsten Schritt darum, eine gezielte Content-Strategie zu entwickeln und umzusetzen. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden dabei die Grundlage für alle weiteren Maßnahmen.

Nun gilt es, die bestehenden Inhalte gezielt zu überarbeiten und zu optimieren. Dabei helfen folgende zentrale Fragestellungen, aus denen sich konkrete Maßnahmen ableiten lassen:

  • Wurden im Rahmen der OnPage-Optimierung alle relevanten Fehler identifiziert und behoben, beispielsweise fehlende oder zu kurze Meta-Title und Descriptions?
  • Wurden den einzelnen Seiten klare Keywords zugewiesen, sodass darauf aufbauend alle weiteren OnPage-Faktoren wie H1, H2 und Textinhalte optimiert werden können?
  • Wie umfangreich ist der Content der Mitbewerber, welche Inhalte und Formate werden dort eingesetzt und welche Fragen werden beantwortet?
  • Die Textlänge spielt eine Rolle, ist jedoch nicht allein entscheidend für gute Rankings. Wichtiger ist, ob die Suchintention der Nutzer vollständig erfüllt wird.
  • Wurden Themencluster definiert, um Inhalte sinnvoll miteinander zu verknüpfen und die thematische Relevanz zu stärken?
  • Ein Teil der Strategie kann es sein, ergänzend zur Suchmaschinenoptimierung auch auf bezahlte Maßnahmen zu setzen. Insbesondere in wettbewerbsstarken Bereichen kann es sinnvoll sein, zusätzliche Sichtbarkeit über Google Ads zu generieren.

Schritt 5: OffPage Analyse und Optimierung

TYPO3 bietet zahlreiche Möglichkeiten, die eigene Website OnPage gezielt weiterzuentwickeln und zu optimieren. Dennoch darf ein wichtiger Baustein nicht fehlen: die OffPage-Optimierung.

Ein solides Backlink-Profil trägt maßgeblich dazu bei, die Sichtbarkeit einer Website zu erhöhen und die Rankings nachhaltig zu verbessern.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zu TYPO3 SEO

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  • Wie funktioniert SEO für TYPO3-Websites?

    SEO für TYPO3-Websites funktioniert durch die Integration von SEO-Extensions wie Yoast SEO, die Optimierung von OnPage-Elementen wie Titel, Beschreibungen und Keywords, und die Verbesserung der Website-Performance. TYPO3 bietet zahlreiche Tools und Extensions, um die SEO-Bemühungen zu unterstützen und die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen zu erhöhen.

  • Welche SEO-Tools sind für TYPO3-Nutzer empfehlenswert?

    Empfehlenswerte SEO-Tools für TYPO3-Nutzer sind Yoast SEO, Google Trends, Google Keyword Planner, Screaming Frog, und Ahrefs. Diese Tools helfen bei der Keyword-Recherche, der technischen Analyse und der Optimierung von Inhalten, um die Website in den Suchergebnissen besser zu platzieren.

  • Wie kann man die SEO-Performance einer TYPO3-Website verbessern?

    Die Performance einer TYPO3-Website kann durch die Optimierung von Bildgrößen, die Verwendung von Caching-Mechanismen, die Reduzierung von JavaScript und CSS-Dateigrößen, die Implementierung von Lazy Loading und die Nutzung von Content Delivery Networks (CDNs) verbessert werden. Tools wie Google PageSpeed Insights und die Chrome DevTools helfen bei der Identifizierung und Behebung von Performance-Problemen.

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